Tote Wildvögel an Wismarbucht und Salzhaff

An den Stränden und vereisten Ufern von Wismarbucht und Salzhaff liegen im Winter mitunter tote Wildvögel. Meist handelt es sich um Kormorane oder Schwäne.
Diese Wildvögel sind sehr wahrscheinlich eines natürlichen Todes gestorben. 
Grund: Erfrieren. 
Die Kormorane haben eine Anpassung, die ihnen in den meisten Lebenssituationen hilft. Ihre Bürzeldrüse ist zurückgebildet, sodass sie ihr Gefieder, anders als bei Vögeln üblich, nicht einfetten können. Der Vorteil: beim Tauchen nach Fisch ist der Widerstand im Wasser geringer. Der Nachteil: die Federn saugen sich mit Wasser voll und die Kormorane müssen nach dem Tauchen ihre Federn an der Luft trocknen. Das funktioniert in der Regel sehr gut. Nur nicht, wenn es zu kalt ist und die Kormorane nicht ausreichend Fisch für ihren hohen Energiebedarf fangen, denn dann können sie erfrieren. Die letzten Winter waren mild und die Kormorane sind vermehrt hier geblieben (eigentlich ziehen sie, um der Kälte und dem Erfrieren zu entgehen). Nun hatten wir eine Phase mit sehr kalter Witterung und das ist wahrscheinlich einigen Kormoranen zum Verhängnis geworden.
Auch bei den Schwänen wird deutlich, wie kräftezehrend sich strenger Frost, Eis und Schnee auf geschwächte Tiere auswirken können. Sie werden leicht Opfer z. B. von Fressfeinden oder können bei zu geringer Nahrungszufuhr erfrieren. Am Salzhaff kamen bei der vergangenen Zählung Mitte Februar auf ca. 2.000 (lebendige) Schwäne etwa 20 tot aufgefundene. Für Seeadler, Rabenvögel und Möwen dienen diese als Nahrung.
Sollten beim Auffinden toter Wildvögel Bedenken bestehen, sind das Veterinäramt und die untere Naturschutzbehörde der Landkreise die zuständigen Behörden, die ggf. weitergehende Untersuchungen/Prüfungen veranlassen oder vornehmen können. 

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Veröffentlichung

Fr, 20. Februar 2026

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